
Gesunder Schlaf gehört zu den wichtigsten Aspekten in unserem Alltag – wird aber leider viel zu oft vernachlässigt. Studien zufolge hat jeder zweite Schweizer Schlafprobleme [1]. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Ungesunde Ernährung, Überarbeitung, psychische Probleme oder genetische Faktoren können dazu beitragen, dass wir nicht einschlafen können, obwohl wir müde sind.
In diesem Artikel verraten wir dir, welche Auswirkungen unser Schlaf auf Gesundheitsfaktoren wie Immunsystem, Stoffwechsel und kognitive Leistungsfähigkeit haben kann – und welche Massnahmen dir am besten helfen können, besser zu schlafen und so erholt und frisch wie möglich in den Tag starten zu können. Dazu geben wir dir wirksame und wissenschaftliche Tipps, wie du deinen Schlaf gesünder und erholsamer gestalten kannst und was du gegen die häufigsten Schlafprobleme tun kannst.
Schlaf beeinflusst praktisch alle Körpersysteme und Funktionen – von der zellulären Ebene bis zur Psyche. Eine Studie des American College of Cardiology [2] hat nachgewiesen, wie gross der Einfluss von qualitativ hochwertigem Schlaf auf die Lebenserwartung sein kann. Dabei wurden über 172.000 Personen untersucht und 5 Schlüsselfaktoren für optimalen Schlaf identifiziert:
Menschen, die alle fünf Faktoren erfüllten, hatten ein um 30% geringeres Sterberisiko. Die Lebenserwartung stieg bei Männern um 4,7 Jahre und bei Frauen um 2,4 Jahre. Und: Etwa 8% aller Todesfälle können auf schlechte Schlafgewohnheiten zurückzuführen sein. Diese Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur ausreichend Schlaf wichtig ist, sondern vor allem die Qualität – und, dass gute Schlafgewohnheiten schon in jungen Jahren etabliert werden sollten.
Für deine Longevity, also deine gesunde Lebensspanne, ist die Bedeutung von gutem Schlaf kaum zu überschätzen. Während du schläfst, ist dein Körper nämlich keineswegs inaktiv – im Gegenteil: Verschiedene lebenswichtige Prozesse laufen auf Hochtouren, um dich geistig und körperlich zu regenerieren.
Im Schlaf läuft dein Immunsystem zur Hochform auf. Es produziert vermehrt Abwehrzellen und Zytokine, die für die Bekämpfung von Krankheitserregern wichtig sind. Menschen mit Schlafmangel sind anfälliger für Infektionen und benötigen länger, um sich zu erholen. [3] Nicht umsonst spürst du bei einer Erkältung verstärktes Schlafbedürfnis – dein Körper fordert die Zeit, die er zur Bekämpfung der Infektion braucht. [4]
Schlaf spielt eine entscheidende Rolle für deine Denkleistung. Während du schläfst, werden Gedächtnisinhalte gefestigt und neu strukturiert. Dieser Prozess findet besonders im REM-Schlaf statt. [5] Nach einer gut durchgeschlafenen Nacht kannst du:
Chronischer Schlafmangel hingegen kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, verminderter Problemlösungsfähigkeit und Gedächtnisstörungen führen. [8]
Im Tiefschlaf setzt der Körper vermehrt Wachstumshormone frei, die für Zellregeneration und Gewebereparatur essenziell sind. Diese Prozesse unterstützen:
Daneben reguliert Schlaf den Glukosestoffwechsel und beeinflusst die Hormone, die Hunger und Sättigung steuern. Menschen mit Schlafmangel haben ein erhöhtes Risiko für Gewichtszunahme und Typ-2-Diabetes. [12]
Gesunder Schlaf trägt zur Vorbeugung verschiedener chronischer Erkrankungen bei. Langzeitstudien zeigen, dass schlechte Schlafqualität und -dauer mit einem erhöhten Risiko verbunden sind für:
Besonders bemerkenswert: Eine neuere Forschung ergab, dass Schlaf zur Entgiftung des Gehirns beiträgt. Im Schlaf weiten sich die Zellzwischenräume im Gehirn, wodurch Abfallprodukte des Stoffwechsels besser abtransportiert werden können – ein Prozess, der möglicherweise vor Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen schützt.[16]
Schlaf beeinflusst die Produktion und Ausschüttung zahlreicher Hormone [17]:
Eine ausgewogene Hormonproduktion ist entscheidend für deinen Energiehaushalt, deine Stimmung und deine allgemeine Gesundheit – und hängt massgeblich von ausreichendem, qualitativ hochwertigem Schlaf ab. [19]
Leider gibt es keinen Wach-Schlaf-Schalter an unserem Körper, den wir betätigen können, wenn uns danach ist. Aber es gibt erstaunlich effektive Massnahmen für gesunden Schlaf, die du umsetzen kannst, wenn dich nachts öfters die Schlaflosigkeit ereilt oder du das Gefühl hast, morgens nicht erholt aufzuwachen.
Dein Körper liebt Rhythmus und Regelmässigkeiten. Gehe möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehe zur gleichen Zeit auf. Am Wochenende kannst du deine Gewohnheiten lockern, aber wenn du die Nacht zu oft zum Tag machst, kann das negative Auswirkungen haben. Studien belegen, dass ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus die innere Uhr deines Körpers unterstützt und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin reguliert. Versuche, täglich zwischen 6-8 Stunden zu schlafen, je nach deinem individuellen Bedarf.
Kälte regt den Stoffwechsel und Regenerationsprozesse an – sie belebt nicht nur am Tag, sondern sorgt auch in der Nacht dafür, dass sich dein Körper optimal erholt. Die optimale Temperatur im Schlafzimmer liegt bei kühlen 16-18°C.
Dein Schlafzimmer sollte zudem gut gelüftet und möglichst vollständig abgedunkelt sein, da bereits geringe Lichtmengen die Melatoninproduktion hemmen und somit zu schlechterem Schlaf führen können. [22]
Kannst du deine Räumlichkeiten nicht abdunkeln oder ruhig halten, helfen eine angenehm aufliegende Schlafmaske und bequeme Ohrstöpsel.
Das blaue Licht digitaler Geräte unterdrückt die Produktion von Melatonin und hält dich wach. Vermeide Smartphones, Tablets und Computer mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Falls unvermeidbar, nutze den Nachtmodus deines Geräts, der den Blaulichtanteil reduziert. Noch besser: Greife zu einem Buch oder höre entspannende Musik.
Körperliche Aktivität verbessert nachweislich die Schlafqualität. 30 Minuten moderate Bewegung täglich können Wunder wirken – genau wie regelmässige Workouts. Allerdings solltest du intensive sportliche Aktivitäten nicht direkt vor dem Schlafengehen planen – halte mindestens 2-3 Stunden Abstand, damit dein Körper zur Ruhe kommen kann. Bewegung im Tageslicht unterstützt zusätzlich deinen Schlaf-Wach-Rhythmus.
Was du isst und trinkst, beeinflusst deinen Schlaf erheblich. Vermeide schwere Mahlzeiten in den letzten 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee oder Cola sollten ab dem Nachmittag vermieden werden, da Koffein bis zu 8 Stunden im Körper wirken kann. Auch Alkohol stört den Tiefschlaf, obwohl er das Einschlafen erleichtern mag. Besser: Beruhigende Kräutertees wie Kamille, Baldrian oder Melisse.
Kreisende Gedanken, Sorgen und Grübeleien können einen die ganze Nacht wach halten. Hier können Achtsamkeitsübungen, Meditationen, Breathwork und andere Entspannungstechniken helfen.
Durch Meditationstechniken lernst du gezielt, wie du deine Gedanken besser kontrollieren kannst, indem du deine Achtsamkeit immer wieder auf einen Fokuspunkt, wie deinen Atem, deinen Körper oder die Stille um dich herum lenkst. Hierfür kannst du auch Audio-Meditationen nutzen.
Atemtechniken, auch bekannt als Breathwork, können dir helfen, den Körper durch ein bewusstes Atemmuster binnen Minuten in einen beruhigten Zustand zu bringen – ein konkretes Beispiel folgt weiter unten.
Mit geführten Visualisierungen (guided imagery) erzeugst du gezielt positive Bilder und Vorstellungen in deinem Kopf. Hierbei können spezielle Einschlafgeschichten helfen.
Beim Journaling kann es helfen, vor dem Schlafengehen in ein Tagebuch oder einen Kalender zu schreiben, was dir derzeit Sorgen bereitet und was du am nächsten Tag dafür tun kannst.
Hilft das alles nichts, solltest du aufstehen und eine beruhigende, ablenkende Tätigkeit ausführen, wie etwa ein wenig spannendes Buch lesen, bis dich die Müdigkeit überkommt.
Wenn du gerade im Bett liegst und trotz aller guten Vorsätze und Gewohnheiten akut nicht einschlafen kannst, versuch es einmal mit diesen Tipps, um schnell deine wohlverdiente Ruhe zu bekommen.
Die 4-7-8-Atemtechnik wurde extra konzipiert, um schnell einschlafen zu können. Sie basiert auf yogischen Pranayama-Techniken und kann laut wissenschaftlichen Studien zur Beruhigung der Herzfrequenzvariabilität und Senkung des Blutdrucks beitragen. [27]
So funktioniert die Atemtechnik für schnelles Einschlafen:
Lege dich bequem hin und platziere deine Zungenspitze hinter den oberen Schneidezähnen am Gaumen. Halte sie während der gesamten Übung dort.
Wiederhole diesen Zyklus viermal.
Progressive Muskelentspannung (PMR) ist eine wissenschaftlich anerkannte Entspannungstechnik, die nachweislich Stress reduzieren und die Schlafqualität verbessern kann. Diese Methode, bei der du abwechselnd Muskelgruppen anspannst und entspannst, hilft deinem Körper, gespeicherte Spannungen loszulassen und in einen tieferen Entspannungszustand zu gelangen.
Du musst nicht alle Muskelgruppen durcharbeiten. Wenn dich der Schlaf überkommt, bevor du fertig bist, ist es umso besser.
Gesunder Schlaf ist eine tragende Säule für deine langfristige Gesundheit. Bei AYUN betrachten wir Schlafqualität als Teil eines umfassenden Gesundheitsbildes und helfen dir mit unserem personalisierten Ansatz, die relevanten Faktoren zu optimieren.
Unsere Check-ups bieten tiefe Einblicke in die Faktoren, die deinen Schlaf beeinflussen:
Je nach deinen individuellen Ergebnissen können wir dir gezielte Behandlungen empfehlen:
Optimiere deinen Schlaf und lebe länger gesund
Bei AYUN geht es nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um langfristige Verbesserungen. Wir helfen dir, die Grundursachen von Schlafproblemen zu identifizieren, statt nur Symptome zu behandeln. Erfahre in unserem kostenlosen Info-Call, wie wir mit unseren Longevity Check-ups und Behandlungen zu einem optimierten Schlaf und einem langen, gesunden Leben beitragen können.
Viele kleine Gewohnheiten tragen über den Tag verteilt dazu bei, deine Einschlafzeit zu verkürzen und deine Schlafqualität zu erhöhen. Bewegung, Ernährung, der richtige Umgang mit Tages- und künstlichem Licht und konstante Schlafzeiten sorgen für einen gesunden Schlaf – und somit für die Regeneration, die nötig ist für ein gesundes und langes Leben.
Möchtest du mehr über die wissenschaftlichen Fundamente von Longevity und unseren innovativen Ansatz für ein langes, gesundes Leben erfahren? Dann bist du hier am richtigen Ort.

Ob beim Einkäufe die Treppe Hochtragen, ein Kind auf dem Arm halten, den aufgeregten Hund im Park an der Leine bändigen oder bei sportlichen Herausforderungen wie Tennis und Reiten – unser Alltag fordert uns immer wieder körperlich heraus. Doch wie oft denken wir eigentlich an die stillen Stars, die all das möglich machen: unsere Handkraft und die funktionelle Stabilität unseres Körpers?
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